DIY Monitorblende

Eine etwas andere fotografische Blende

Wann wird man(n) zum Heimwerker? Wenn er es „muss“, so auch bei mir. Alles begann mit der Ankunft meines neuen Monitors. In diesem Zusammenhang sei auf einen sehr interessanten Artikel des Blogger-Kollegen Ronny Ritschel von BlogTimes hingewiesen. Da mein Monitor jedenfalls keiner von Eizo oder Nec ist, gibt es von Haus aus keine entsprechende Monitorblende. Und nach einer erfolglosen Suche im großen World-Wide-Web, blieb mir nur die Option, selbst eine zu bauen. Unteranderem auch deshalb erfolglos, da ich nicht gewillt war, knapp 100 € für ein Stück Plastik auszugeben, welches zudem nicht den Maßen meines Monitors entsprach.

 

Aber wofür denn eigentlich den Monitor verkleiden? Zum Schutz vor Fremdlichteinwirkungen durch ein Fenster oder eine Schreibtischlampe. Bei der Betrachtung und Bearbeitung von Fotos können diese im geringsten Fall einfach nur stören und im schlimmsten Fall die Farben sogar verfälschen. Zwar habe ich ein mattes Display, das schützt allerdings nur vor extremen Spiegelungen und nicht vor Farbverfälschungen. Dazu dient die Monitorblende.

Und was braucht man alles dazu? Bei dem Material der Blende muss man darauf achten, dass es nicht selbst reflektiert, also nichts in Hochglanz- oder Klavierlackoptik. Darüber hinaus sollte es in sich stabil und gleichzeitig gut zu schneiden sein. Ich habe mich für eine Passepartout-Pappe entschieden. Diese wird zum Einrahmen für Bilder verwendet und lässt sich gut und leicht verarbeiten. Ein weiterer Vorteil besteht zum einen in der matten Oberfläche und zum anderen, dass es diese Pappe bereits in schwarz gibt. Nachdem ich vergeblich versucht hatte, eine Pappe in 3-5mm-Stärke zu bekommen, habe ich einfach eine in 1,5mm-Stärke genommen und die Teile doppelt gelegt. Preislich liegt eine 120x80cm Platte bei knapp 10€. Also völlig im Rahmen. Die weitere Einkaufliste sah wie folgt aus:

 

-       Gewebeband schwarz 3-5cm breit

-       Selbstklebendes Klettverschluss fusselige Seite 50cm

-       Selbstklebendes Klettverschluss andere Seite 50cm

 

Zusätzlich noch ein Cutter, ein Lineal, eine Schnittunterlage und eine Tasse guten Kaffee. Insgesamt waren es ohne Cutter, Lineal und Schnittunterlage nicht mehr als 20€. Wobei der Kaffee natürlich unbezahlbar ist J

 

Danach geht es ans Zuschneiden. Die Größe der Blende ist natürlich jedem selbst überlassen. Ich habe beim oberen Teil einen Abstand von 20cm und beim unteren Teil einen Abstand von 10cm gewählt. Dann die Teile alle mit dem Gewebeband verbinden. Zum Schluss noch das Klettband an der Blende und am Monitor anbringen und schon fertig. Durch das Klettband lässt sich die Blende gut wieder abnehmen, für den Fall, dass der Monitor kalibriert wird.

 

Gedauert hat das Ganze bei mir ca. 2 Std. Ich persönlich habe noch alle Ränder mit dem Gewebeband umklebt. Zum einen damit die beiden Teile besser zusammenhalten und zum Anderen weil ich es schöner fand. Jeder wie es mag.



Ich hoffe, ich habe dem einen oder anderen helfen können. Ich wünsche jedenfalls jedem viel Spass beim Nachbauen.

 

Bis Bald.

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Rico (Donnerstag, 06 November 2014 21:28)

    Perfekt, vielen Dank fürs teilen! :)

  • #2

    photo-entdecker (Donnerstag, 06 November 2014 21:50)

    Hey Rico, gern geschehen. Freut mich wenn es allen gefällt und weiterhilft.