"The Fast and the ..."

Es ist gar nicht so einfach. Ich muss meinen Zeitplan wirklich besser organisieren, so dass meine Blogbeiträge auch regelmäßig und zeitnah erscheinen. So ist es schon eine Weile her, dass in meiner Heimatstadt zum erstmal ein Kart-Rennen veranstaltet wurde. Dies hatte ich damals zum Anlass genommen, sogenannte Mitzieher-Aufnahmen zu üben.

 

Für alle die nicht wissen was das ist: als Mitzieher bezeichnet man Aufnahmen, bei denen sich das Fotomotiv bewegt und der Fotograf diese Bewegung mit festhält. Dabei ist das Motiv scharf und die Umgebung „verwischt“. Dies lenkt den Blick des Betrachters noch stärker auf das Motiv und erzeugt den Eindruck von Bewegung. Man hat also das Gefühl, als würde sich beispielsweise das Auto, oder in meinem Fall das Kart, bewegen.

 

Für alle die es interessiert, wie solche Aufnahmen gemacht werden: Eigentlich ganz einfach. Als erstes die Kamera auf „M“ (also in den manuellen Modus) und den Serienbild-Modus stellen. Dann die Blende etwas weiter zu machen auf ca. f 5.6. Je weiter die Blende zu ist, um so größer ist der scharfe Bereich und damit die Wahrscheinlichkeit, den Focus richtig zu treffen, also das scharf zu bekommen, was man möchte. Bei meinen Aufnahmen hatte ich das Glück, strahlend blauen Himmel zu haben. Deshalb konnte ich die Blende ganz schließen und somit lag mein Focus eigentlich immer richtig. Zum Üben eigentlich perfekt.

 

Den Kehrwert der Belichtungszeit stellt man auf die geschätzte Geschwindigkeit des Motives ein. Also bei einem Auto, das 50 km/h fährt, stellt man die Verschlusszeit auf 1/50 sec. Die Iso stellt man so ein, dass das Bild richtig belichtet wird. Ich orientiere mich als erstes an der kamerainternen Belichtungsmessung und danach an Hand eines Testbildes.

 

Danach das Motiv (in meinem Fall das Kart)fokussieren, den Auslöser gedrückt halten und mit der Kamera folgen, also mitziehen. Alles Weitere ist üben, üben, üben ;-)

 

Dies Art der Aufnahme ist nicht zu verwechseln mit den oft produzierten verwackelten Bildern, bei denen alles verwischt (ist mir am Anfang ständig passiert). Diese Fotos haben mich immer an asiatisches Essen erinnert, leicht scharf ;-). Seitdem ich aber das Zusammenspiel von Blende, Belichtungszeit und Iso kenne, passieren mir solche Aufnahmen nur noch in Ausnahmefällen, wenn ich nicht aufpasse. Zum Glück.

 

Aber zurück zum Kart-Rennen. Ich freue mich immer sehr, wenn in meiner Heimatstadt so etwas organisiert und veranstaltet wird. Das bildet einen Treffpunkt bringt die Leute zusammen. Man trifft alle mal wieder und sitzt nicht den ganzen Sonntag zu Hause rum. Und auch wenn es jetzt vielleicht etwas altmodisch bzw. nostalgisch klingt. Seitdem ich in Bremen wohne, vermisse ich dieses Gefühl,„jeder-kennt-jeden“. Lange Zeit habe ich das Vorurteil der Anonymität der Großstadt für ein Gerücht gehalten. Aber leider trifft es zu. Ich kenne wenige und selbst wenn man Leute kennenlernt, bleibt das Verhältnis oftmals nur oberflächlich. Aber vielleicht liegt es auch an mir. Man hat auch nicht mehr so viel Zeit, um eine Beziehung zu seinen Mitmenschen aufzubauen. Dies, so ist mein Eindruck, gelingt einem in kleineren Städte / Dörfern (oder umgangssprachlich „auf dem Lande“) besser und einfacher. Vielleicht, weil man sich auch öfter über den Weg läuft und deswegen mehr miteinander redet. Und sei es auch nur beim Bäcker um die Ecke. Und so ist es ja, wie sich eine Beziehung entwickelt, indem man Zeit miteinander verbringt, sich unterhält und Sachen erlebt.

 

Aber genug davon. Ich schweife ab. Hier jedenfalls die Ergebnisse. 

 

 

Viel Spass. Auch beim ausprobieren.

 

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