Knipsen war Gestern 

Automatik-Programme

Da ich aus eigener Erfahrung weiß, wie langwierig und mühselig es ist, die entsprechenden Informationen aus Büchern oder dem Internet zu suchen, will ich heute mit einer kleinen Beitrags-Serie zu den grundlegenden Dingen der Kamera bzw. der digitalen Fotografie anfangen, die mich damals auch beschäftig haben. Also für alle diejenigen, die den Automodus verlassen und mehr aus ihrer Spiegelreflexkamera oder heute auch Systemkamera holen wollen.


Ich selbst habe damals den großen Fehler gemacht, nicht systematisch an die einzelnen Begriffe heranzugehen, sondern wollte natürlich alles auf einmal verstehen. Schließlich hatte ich ja ein neues Spielzeug und wollte verstehen wie es geht. Natürlich habe ich, wie es sich für einen „echten“ Mann gehört, nicht die Bedienungsanleitung gelesen. „Das schaffe ich auch alleine. So schwer kann das nicht sein.“ Also alle verschiedenen Knöpfe gedrückt und ausprobiert. Kann man machen, und führt irgendwann auch zum Ziel. Besser ist es jedoch, jeden Aspekt einzeln zu betrachten und zu verstehen. Wie das Sprichwort schon sagt: „Erst krabbeln, dann laufen! Und zum Schluss fliegen lernen.“ Oder so ähnlich ;-).

 

Also alles auf Anfang. Beginnen möchte ich mit den Automatikprogramen der Kamera. Denn mit diesen kann man sich nach und nach an die einzelnen Funktionen herantasten. Bei diesen Programmen handelt es sich eigentlich um Halbautomatik-Programme, denn im Gegensatz zur „Vollautomatik“ muss man bei diesen Programmen bestimmte Einstellungen selbst vornehmen. Damit hat man die Möglichkeit, bestimmte Faktoren zu beeinflussen und so die Bildwirkung zu bestimmen.

 

Das Programm, welches dem Automodus am nächsten kommt ist der P-Modus. Und wie oft vermutet steht das P nicht für „Profi“, sondern für Programm-Automatik. In diesem Modus werden die Blende und die Belichtungszeit von der Kamera vorgegeben. Je nachdem von der eingestellten ISO-Zahl (Lichtempfindlichkeit des Sensors) misst die Kamera das vorhandene Licht und wählt dann eine entsprechende Blenden-Zeit-Kombination, mit der ein korrekt belichtetes Bild entsteht. Man braucht sich eigentlich nur um die Isozahl zu kümmern und den Rest stellt die Kamera ein. Also ein Modus der geeignet ist für Situationen in denen es schnell gehen muss. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass man keine Kombination einstellen kann, in der das Bild falsch belichtet wird. Allerdings kann man auch nicht die Blende oder Belichtungszeit verstellen, sie als Stilmittel einzusetzen.

 

Hierfür sind die anderen beiden Programme besser geeignet. Gemeint sind der A-Modus (oder bei Canon Av-Modus) und der S-Modus (bei Canon Tv-Modus).

 

Das A steht jeweils für Aperture also Blende. Gemeint ist hiermit der Blendenprioritätsmodus und bedeutet, dass vom Fotografen die Blende vorgegeben wird und die Kamera dann die entsprechende Zeit einstellt, um das Bild korrekt zu belichten. Dieses Programm gibt einem also die Kontrolle über die Blende und damit auch über die Schärfentiefe. Beispielweise wenn man die Blende öffnet, um Portraitaufnahmen zu machen. Dann kann man sich auf die Person konzentrieren und überlässt die Belichtungszeit der Kamera.

 

Bei dem S- bzw. TV-Modus handelt es sich demnach um den Zeitprioritätsmodus, bei dem der Fotograf die gewünschte Zeit und die Kamera dann die Blende einstellt. Dieses Programm bietet sich bei bewegten Motiven an. Dann stellt man die Belichtungszeit entsprechend kurz ein, um das Motiv „einzufrieren“ ohne sich um die Blende kümmern zu müssen.

 

Ich hoffe, damit sind einige Fragen doch beantwortet worden und ich konnte ein bisschen Licht ins Dunkel bringen (Wortspiel nicht beabsichtigt J)

 

Ich wünsche jedenfalls viel Spass beim spielen ausprobieren. ;-)

 

Bis bald.


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