DIY - Eine Wabe für den Aufsteckblitz


Nachdem ich nun bei meinen Fotoshootings auf meine Studioausrüstung und meine großen Blitzköpfe zurückgreifen kann, fristen meine Aufsteckblitze doch eher ein Dasein im Abseits und kommen nur noch selten zum Einsatz. Was schade ist, da sie mir doch lange Zeit gute Dienste geleistet haben. Aus diesem Grund habe ich mir überlegt, diese als Effektlichter einzusetzen. Zum Beispiel um eine Silhouette zu akzentuieren oder mit bunten Folien einen Farbeffekt zu erzeugen.

 

Aber schon bei den ersten Versuchen entdeckte ich eine kleine Schwierigkeit. Wenn man Effektlichter einsetzten möchte, gerade in Verbindung mit farbigen Folien, ist es wichtig, dass man das Licht sehr genau bzw. gezielt einsetzen und steuern kann. Auf diese Idee kam ich, da ein Aufsteck- oder Systemblitz grundsätzlich so konstruiert ist, das er das Licht gerichtet nach vorne abgibt, wie beispielsweise eine Taschenlampe. Anders als bei einem Studioblitz, der zu allen Seiten gleich abstrahlt, wie eine Glühbirne und nur durch die Verwendung von Lichtformern die gewünschte Lichtstimmung. Allerdings verhält es sich bei einem Aufsteckblitz auch so, dass er möglichst gleichmäßig einen großen Bereich ausleuchtet, wie beispielsweise bei einem Gruppenbild, einer Hochzeitsfeier oder ähnliche Situationen.

 

Um die Lichtstrahlen des Blitzes also noch enger zu richten, habe ich mich an meiner großen Oktagon-Box orientiert. Diese besitzt einen sogenannten Wabeneinsatz, die verhindert, dass das Licht zu breit streut. Um diese Wabe nachzubauen, haben sich schwarze Strohalme geradezu angeboten, da sie keine farbigen Reflexe verursachen. Diese habe ich in Stücke geschnitten, bei der Länge muss ich zugeben, habe ich erst mal geschätzt und 3 cm gewählt, um zu sehen wie stark die Streuung noch ist. Am besten einfach mal selber testen, welche Länge einem am ehesten zusagt. Anschließend habe ich die Stücke in Reihen nebeneinander auf ein Papier geklebt, bis ich die Hohe von der Blitzfront erreicht habe, danach das Papier umgeschlagen und oben zusammengeklebt und die Länge angepasst, damit der Blitz direkt an den Halmen anliegt. Fertig ist die Wabe für den Aufsteckblitz.

 

Hier habe ich noch zwei Vergleichsbilder gemacht. Das erste Bild ohne Wabe und das zweite Bild mit. Beide Aufnahmen sind mit Blende 5.6 und Iso 100 gemacht worden. Die Kamera stand ca. 2,50m und der Blitz c. 2,00m vom Hintergrund entfernt. Die Blitzleistung Stand bei voller Leistung.

 

 

Als kleiner Hinweis sei noch erwähnt, dass für das Verkleben kein Sekundenkleber oder schnelltrocknender Kleber verwendet werden sollte. Dies hat zur Folge, dass sich durch die Verwendung des Blitzes Dämpfe entwickeln, welche sich auf die Blitzlinse legen und einen milchigen Schatten erzeugen.

 

Und jetzt viel Spass beim Nachbauen.

 

In diesem Sinne.

Bis bald.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0